Innenexperte Bernstein trifft Gemeindewehrführer Zielinski

Axel Bernstein MdL (links) und Mark Zielinski beim Digitalfunk-Test

Axel Bernstein MdL (links) und Mark Zielinski beim Digitalfunk-Test

Bad Segeberg – „Es ist über die letzten zehn Jahre zur guten Tradition geworden, einen regelmäßigen Gedankenaustausch zu pflegen“, begrüßte der Bad Segeberger Gemeindewehrführer Mark Zielinski den Landtagsabgeordneten und Innenexperten Dr. Axel Bernstein aus Wahlstedt im Bad Segeberger Feuerwehrhaus.

In vertraulicher Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee wurde angeregt über die feuerwehrpolitischen Themen des Landes diskutiert. Zielinski ist seit Januar 2016 auch der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Wehrführer der Mittelstädte des Landes Schleswig-Holstein. Neben den hohen Einsatzzahlen und der artfremden Einsatzverwendung der Feuerwehren im städtischen Bereich machen Zielinski zunehmend die steigenden rechtlichen und administrativen Anforderungen an die Ehrenamtler in den Wehren Sorgen. Die Sicherstellung einer angemessen ausgerüsteten und leistungsfähigen Feuerwehr werde als Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden immer schwieriger. „Die Feuerwehren funktionieren ja immer – 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Doch dass damit, insbesondere in den Städten, die freiwilligen Feuerwehrleute an die Grenzen des Machbaren und manchmal auch darüber hinaus gefordert werden, bleibt vielfach – auch durch Unkenntnis – unbemerkt“ so Zielinski. Hinzu komme, dass in einigen Städten die Politik und auch die Verwaltung die Bedarfsplanungen der Feuerwehr in Zweifel zögen und externe Gutachten erstellen ließen. In fast allen Fällen kämen bei den Gutachten erhebliche Mehrforderungen im Vergleich zu den Empfehlungen der Feuerwehr hinzu. „In Bad Segeberg haben wir durch guten Gedanken- und Informationsaustausch zwischen Politik, Verwaltung und Feuerwehr diese Probleme nicht, aber was ich von der Landesebene höre, ist teils erschreckend“, so der Gemeindewehrführer.

Weitere Themen waren die geplante Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bad Segeberg, Rückzahlungen bei der Feuerschutzsteuer, Investitionsstau beim Katastrophenschutz der Feuerwehren und der Digitalfunk, der gerade in Bad Segeberg in die Fahrzeuge eingebaut wird. „Wir haben bisher gute bis sehr gute Ergebnisse beim Empfang in Bad Segeberg. Auch die Sprachqualität ist gut. Wir werden nun sehen, wie der Digitalfunk sich im Einsatz bewährt“, erklärte Zielinski.

„Für mich ist es wichtig, mir regelmäßig vor Ort ein Bild von den Auswirkungen politischer Entscheidungen zu machen. Gerade im Bereich der Feuerwehren sind wir darauf angewiesen, dass sich immer wieder Menschen finden, die bereit sind, ihre Freizeit für die Allgemeinheit einzusetzen“, erklärte Bernstein.

digital-1webDer Digitalfunk, der nun endlicheingeführt werde, drohte in Schleswig-Holstein zu einer unendlichen Geschichte zu werden. „Ich freue mich zu hören, dass der Digitalfunk in Bad Segeberg aus Sicht der Feuerwehr gut funktioniert. Im Bereich der Polizei hören wir aus vielen Teilen des Landes immer wieder von Problemen“, wusste der Abgeordnete zu berichten. „Statt ständig neuer Diskussionen, von Kameradschaftskassen bis Ausschreibungen, die nichts mit den eigentlichen Aufgaben zu tun haben, für die Menschen in die Feuerwehr eintreten, sollte sich die Politik darauf konzentrieren, die Wehren bei ihren anspruchsvollen und vielfältigen Aufgaben zu unterstützen“, so Bernstein.

Bernstein und Zielinski waren sich einig, den regelmäßigen Gedankenaustausch auchin Zukunft fortzusetzen.

„Und Axel, denke immer an unsere Feuerwehren…..“ gab Zielinski mit auf den Weg.

 

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