Modelle für ein zukunftssicheres Gesundheitswesen

 Die Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen kann viele Angelegenheiten im Gesundheitswesen gut regeln, wenn die Politik sie läßt. Dieses Fazit ergab sich aus einer Podiumsdiskussion mit Dr. Dieter Paffrath, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest – Die Gesundheitskasse; Dr. Dieter Freese, Kreisstellenvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, Kreis Segeberg und Dr. Axel Bernstein, MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion.

Diesen politischen Handlungsraum, so der CDU-Landtagskandidat Bernstein, will die CDU mit einem Gesetzentwurf  gewähren. Es soll ein Landesgremium geschaffen werden, welches die wohnortnahe und vernetzte Gesundheitsversorgung zukunftssicher macht.

Bei der Begrüßung in der Bad Segeberger JugendAkademie wies die stellv. CDU-Kreisvorsitzende Ursula Michalak auf die Wichtigkeit frühkindlicher Vorsorge hin. Die tägliche Sportstunde in der Schule wäre der richtige Anfang.

„Wir haben wohl mit die beste Gesundheitsversorgung der Welt.“ so führte als Moderator Hans-Peter Küchenmeister, Vorsitzenden des Gesprächskreises Gesundheitspolitik der CDU Schleswig-Holstein in das Thema ein. „Das wollen wir auch in der Zukunft noch haben!“

Wie also sichern wir die patientennahe und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung? Wie gestalten wir flächendeckende medizinische Versorgungsstrukturen im Kreis Segeberg? Wie sorgen wir für eine lebenswürdige Pflege unserer immer älter werdenden Bevölkerung?

Der erfahrener Allgemeinarzt Freese kennt die Situation: „Die Menschen werden älter und haben mehrer Erkrankungen gleichzeitig, man nennt das Multimorbidität. Damit steigen dann die Anforderungen an die Behandlung. Die moderne Medizin ist unendlich mit ihren Möglichkeiten. Das muß durch immer weniger Erwerbstätige finanziell aufgebracht werden.“

Auch die Ärzte werden älter und der ärztliche Nachwuchs für die ländliche Region fehlt, weiß Freese aus dem Kreis Segeberg. Manche Dörfer haben einen Verlust an Infrastruktur, und wenn die fehlt, dann ist der Ort für einen Arzt mit Familie nicht erstrebenwert.

Aus den aktuellen Gesprächen zeigt sich AOK-Vorstand Paffrath zuversichtlich, dass die Gesundheitsversorgung auch für die älter werdende Gesellschaft noch zu leisten ist. „Gemeinsam mit der Ärzteschaft werden zukunftsfähige Modelle entwickelt.“ erläutert er.  Paffrath setzt vor allem auf die Beteiligung der freiberuflich niedergelassenen Gesundheitsberufe. „Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist ein zuverlässiger Bestandteil des Gesundheitssystems und braucht die Konkurrenz der privaten Krankenversicherung nicht zu fürchten.“ so Paffrath weiter und plädiert für ein Weiterbestehen von gesetzlicher und privater Krankenversicherung nebeneinander.

Für den CDU-Landtagsabgeordneten Bernstein hat die Gesundheitswirtschaft eine immense Bedeutung für Kreis und Land. Nicht nur die medizinischen Heilberufe, auch das Gesundheitshandwerk und der wachsende Zweig Gesundheitstourismus sichern Arbeitsplätze.

Um das Arbeitplatzproblem in der Pflege weiss Bernstein als parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Zur Verbesserung von Ausbildung und Ansehen der Pflegeberufe hat die CDU eine Initiative gestartet.

Die Steigerung der Pflegebedürftigen hat auch Auswirkungen auf die familiären Rahmenbedingungen. „Wir wollen die Menschen so lange wie möglich im häuslichen Umfeld lassen, mit familiärer und ambulanter Hilfe.“ erklärt Bernstein, „Im Alter soll man so weit wie möglich selbstbestimmend leben können.“

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